VLBA

Kurt Schmidli, BWZ Brugg

Name:
Kurt Schmidli

Wo, was und seit wann unterrichtest du?       Kurt mit seinem Enkel
Ich bin seit 30 Jahren als ABU-Lehrer tätig, 28 davon am BWZ Brugg.

Hast oder hattest du Spezialaufgaben an deiner Schule? Wenn ja, welche?
Früher war ich Vorsteher der Abteilung Allgemeinbildung. Seit 15 Jahren erstelle ich zusammen mit Fredy Hartmann den Jahresbericht unserer Schule.

Wie erholst du dich?
Wandern, Gartenarbeit und vor allem die Freizeit mit meiner grossen Familie zu verbringen sind für mich Quelle der Kraft und Regeneration.

Was liebst du an deinem Beruf?
Wenn es mir gelingt, bei den Lernenden Betroffenheit auszulösen und mit ihnen zusammen für ihr Leben wesentliche Inhalte zu erarbeiten, so erfüllt mich das schon mit einer gewissen Befriedigung.

Was empfindest du als die grösste Herausforderung im Berufsalltag?
Umgekehrt gibt es aber auch einzelne Schüler, die wenig einsichtig und kaum für ein Thema zu be-geistern sind und/oder deren Verhalten als schwierig bezeichnet werden kann. Wenn die Belastung indes für einmal zu gross wird oder ich mit meinem Latein am Ende bin,ist es gut zu wissen, dass mich all meine ABU-Kolleg/innen bis hin zum Rektor aktiv mit Rat und Tat unterstützen.

Welchen Tipp gibst du einem Jungkollegen/einer Jungkollegin?
Mein Rat besteht also darin, sich bei Bedarf Hilfe zu holen und nicht mit allen Problemen selber fertig werden zu wollen aus falscher Angst davor, dies könnte als Schwäche ausgelegt werden.

Was lernst du selbst von deinen jungen Kolleginnen/Kollegen?
Nach einer so langen Berufslaufbahn muss ich schon aufpassen, dass die Routine im Schulalltag nicht allzu sehr überhandnimmt. Meine unglaublich engagierten und kreativen Arbeitskolleg/innen inspirieren mich indes immer wieder aufs Neue und sorgen dafür, dass sich unser ABU-Team stets auf eine vorteilhafte und für alle Beteiligte nutzbringende Art weiterentwickelt.

Warum ist dir der VLBA wichtig?
Ohne VLBA nehmen die Einzelinteressen zulasten von Gesamtinteressen noch mehr zu. Langfristig profitieren aber weder Lehrpersonen noch Schulen von dieser Entwicklung.

Welche Wünsche hast du an den VLBA?
Diese gelebte Solidarität, wie wir sie am BWZ Brugg haben, wünschte ich mir für alle Kolleg/innen im ganzen Kanton. Leider haben jedoch in den letzten Jahren eine Entsolidarisierung und ein Rückzug auf die eigene Schule stattgefunden, nicht zuletzt deshalb, weil meiner Meinung nach bestimmte Schulleiter diese Entwicklung bewusst vorangetrieben haben. Schulleiter kommen und gehen, aber der VLBA wird hoffentlich bleiben und ich wünsche mir, dass ihm bei der Aufgabe, über den ganzen Kanton hinweg wiederum einen starken und selbstbewussten Berufsstand aufzubauen, die zentrale Rolle zuteilwird.

Frühaufsteher(-in) oder Nachteule?
Da kann ich nur sagen, Morgenstund hat Gold im Mund.

Fahrrad oder Auto? am liebsten zu Fuss
Am liebsten zu Fuss.

Berge oder Meer?
Berge, weil ich gerne den Überblick habe.

PC oder Mac?
Ich bevorzuge nach wie vor Papier und Stift.

Stadt oder Land?
Eine Kleinstadt auf dem Land wie Brugg ist perfekt.

Steak oder Tofu?
Ich bin seit 40 Jahren Vegetarier.

Buch oder Pad?
Ein Pad kann für mich den sinnlichen Genuss eines Buches niemals ersetzen.

Stiller Has oder Beatrice Egli?
Oh, kein einfacher Entscheid! 😉

Vielen Dank, Kurt. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude in Beruf und Freizeit!